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Pendro Davide
Pendro Davide
Auch schlechte Spiele wollen gewonnen werden

 Das letzte Heimspiel des Jahres hat lange auf sich warten lassen. Gegner war die Fortuna aus Köln. Die Gäste stehen tabellarisch weit hinter den Pulheimern, jedoch spiegelt der Tabellenplatz nicht die Leistung der Fortuna wieder. Das zeigten Sie am heutigen Abend sehr eindrucksvoll.  Trotz eines guten Starts und einer 3:0 – Führung zeigte sich schon zu Beginn der Partie, dass es heute kein Selbstläufer werden sollte. Ganz im Gegenteil. Bis zu diesem Zeitpunkt scheiterten die Hornets bereits mehrfach freistehend vor dem Tor und verpassten es so sich deutlicher abzusetzen. Das 4:1 durch Kirschfink täuschte ein wenig über die Anfangsminuten der Partie hinweg,denn vorne schafften es die Hornets nicht, ihre Angriffe mit System vorzutragen. Die Deckungsleistung inklusive Torhüter Giesen wusste durchaus zu gefallen, doch die Chancenauswertung blieb weiterhin mehr als dürftig. Dies Pendro Hennes
Pendro Hennes
nutzte die Handballer der Fortuna geschickt und kamen so zunehmend besser in die Partie. Sie spielten einfach ihr Spiel und die Hornets hatten zunehmend Mühe sich dagegen zu stemmen. Den Anschlusstreffer zum 4:3 konnten die Hornets bis zum 6:4 noch kontern, ehe sie beim 6:6 erstmals den Ausgleich hinnehmen mussten. Zu diesem Zeitpunkt waren bereits 20 Minuten gespielt und die Hornets schafften es nicht sich freizuspielen. Im Gegenteil: Der Angriffsmotor stockte enorm. Zu häufig vertändelte man sich in eins gegen eins Aktionen und ließ sich durch das aktive Heraustreten der Gästeabwehr festmachen, so dass kein Spielfluss zustande kam und sich die technischen Fehler häuften. Die Fortuna sah keineswegs tatenlos zu und nutze jede sich bietende Gelegenheit. So drehten sie die Partie zur eigenen Führung.Matthias Fischer konnte zwar noch einmal zugunsten der Hornets den Ausgleich werfen, doch die letzten Minuten gehörten den Gästen, die eine 11:12 Führung mit in die Kabine nahmen. Und auch der Start in die zweite Hälfte begann alles andere als optimal für die Grün – Weißen. Es entwickelte sich ein spannendes Spiel, ohne, dass sich eine der beiden Mannschaften deutlich absetzen konnte. Zwei schnelle Gegentreffer Fortuna Spieler bedeuteten das 11:14. Erneut Fischer war es nun der durch zwei feine Einzelaktionen seine Farben wieder heranbrachte. Doch immer, wenn es so aussah als ob die Pulheim Hornets nun Oberwasser gewinnen konnten, schoss man sich durch unnötige Ballverluste und katastrophale Abschlüsse selbst ins Abseits und überließ dadurch den Gästen wieder das Kommando. Der 17:21 Rückstand Mitte der zweiten Hälfte war die logische Konsequenz und die Hornets wurden immer ungeduldiger. Es entwicklte siche ein spannendes Handballpiel mit großem Unterhaltungswert und vielen diskutierten Szenen. Die Gäste konnten ihren verdient ausgespielten Vorsprung bis zur 55. Spielminute halten. Die Abwehr der Hornets schaltete nun jedoch einen Gang höher und auch Tim Giesen im Tor meldete sich zurück.
Ein Doppelschlag durch Jan Giesen und Semeraro sorgte für die lang ersehnte Führung der Hausherren. Die Hornets spielten nun deutlich konzentrierter und mit dem gewohnten Willen kämpften sie sich zurück in die Partie. Die Abwehr machte nun dicht und ließ keinen aussichtsreichen Abschluss der Gäste mehr zu. Ein erneuter Doppelschlag zum 27:24 entschied die Partie endgültig zugunsten der Hausherren. Der letzte Treffer der Gäste zum 27:25 war nur noch Ergebniskosmetik. Kämpferisch hui, handballerisch pfui. So knapp lässt sich der Auftritt der Hornets auf den Punkt bringen. Zu keinem Zeitpunkt der Partie konnte man handballerische Glanzpunkte setzen. Auch konnte ein Unbeteiligter nicht sofort erkennen, wer ungeschlagener Tabellenführer der Oberliga ist oder Tabellenvorletzter. Insoweit gilt das Kompliment auch den Gästen von Fortuna Köln, die eine stets offene Partie mitgestalteten.Am kommenden Freitag treten die Hornets bei der Zweitvertretung des Longericher SC. Zwar befindet sich das Team in der unteren Tabellenregion, doch ließ man am gestrigen Samstag mit einem Auswärtssieg in Strombach aufhorchen. Für die Hornets wird es darum gehen, noch einmal alles in die Waagschale zu werfen um weitere zwei Punkte einzufahren. Der Weg nach Longerich ist nicht so weit, daher würde sich das Team über eine letztmalige lautstarke Unterstützung im Jahr 2017 freuen. Statistik:Tor: Tim Giesen (19/1 Paraden), WernerSchubert (2), Heinen (2), Gottschling (1), Fischer (6), Semeraro (6), Jacoby (1), Kirschfink (6/3), Lingner (1), Jan Giesen (2), Langen
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