301852
301852
Die Baumaßnahme beginnt
  Am Montag, 29. April, wird mit dem Beginn der Umbauarbeiten die Unfallhäufungsstelle Rathauskreuzung in Pulheim entschärft. Die Arbeiten sollen Ende November beendet sein. Mit der Maßnahme sind Straßen-, Parkplatz- und Gehwegsperrungen, veränderte Verkehrsführungen und zum Teil weiträumige Umleitungen verbunden. Der Kreuzungsbereich wird für einen Zeitraum von sieben Monaten komplett gesperrt.

Telefon-Hotline 02238/ 808 555
Die Stadtverwaltung bittet alle betroffenen Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer um Verständnis und Geduld für die damit verbundenen Behinderungen und Beeinträchtigungen. Für Anregungen und Beschwerden ist im Tiefbauamt eine Telefonhotline, Ruf 02238/ 808 555 (erreichbar zu den Öffnungszeiten des Rathauses), (E-Mail tiefbauamt@pulheim.de) eingerichtet worden. Weitergehende Informationen findet man hier auf der Homepage. Über die Medien und den städtischen Newsletter wird über den Fortgang der Arbeiten regelmäßig berichtet.

Erhöhung der Verkehrssicherheit
Zur Erhöhung der Verkehrssicherheit-die Kreuzung ist mit über 70 schweren Unfällen
in einem Fünfjahreszeitraum eine Unfallhäufungsstelle-ist der Umbau der zentralen Rathauskreuzung (Rathausstraße L 183/ K 25 und Steinstraße L 183/ K 24, zwischen Rathausgebäude, ehemaligem Postgebäude, Bahnunterführung und ALDI-Filiale) unbedingt notwendig. Gleichzeitig wird die Leistungsfähigkeit verbessert.
Vorgaben für die Planung sind die konfliktfreie Führung sämtlicher Kfz-Verkehre untereinander, die störungsfreie Führung der linksabbiegenden Kfz-Verkehre und der querenden Fußgänger, die eindeutige Führung des Radverkehrs innerhalb des Knotenpunktes, die Verbreiterung der Gehwege und die Bereinigung der bestehenden Defizite (Unfallhäufungsstelle).
Im Zuge der Arbeiten werden Umbaumaßnahmen am Parkplatz Steinstraße (der Parkplatz wird bis auf ca. 30 Stellflächen im hinteren Bereich komplett gesperrt), auf der Steinstraße und auf der Jakobstraße vorgenommen. Die kleine Bahnunterführung Am Kleekamp/ Zur alten Wassemühle wird für den Kraftfahrzeugverkehr gesperrt.

Planungen vorgestellt
Die Planungen sind der betroffenen und interessierten Öffentlichkeit in zwei Bürgerversammlungen im Juni 2018 und im April 2019 vorgestellt und erläutert worden. Der Tiefbau- und Verkehrsausschusses hatte sich in seiner Sitzung am Mittwoch, 28. Februar 2018, mit der Baumaßnahme befasst, bevor der Planungsausschuss, der Umweltausschuss und des Ausschusses für Tiefbau und Verkehr in einer gemeinsamen Sondersitzung am Mittwoch, 16. Mai 2018, über das Projekt diskutiert haben. Die Ausschussmitglieder haben die Entwurfsplanung einstimmig zur Kenntnis genommen und die Verwaltung beauftragt, das Bauprojekt auf dieser Grundlage fortzuführen.

Sperrungen, Verkehrsführungen und Umleitungsstrecken
Bei den Umbauarbeiten sind die Sperrungen, die Verkehrsführungen und die Umleitungsstrecken von besonderer Bedeutung. Der Kreuzungsbereich wird in der Bauphase vollständig gesperrt. Lediglich für Fußgänger wird entlang der Rathausstraße ein nicht barrierefreier Notgehweg zwischen Bahnhof und Alter Kölner Straße eingerichtet. Fußgänger und Radfahrer müssen ansonsten auf die Alte Kölner Straße sowie die Bahnunterführungen Bergheimer Straße(am Bahnhof) bzw. Am Kleekamp/ Zur Alten Wassermühle ausweichen. Diese Unterführung ist für den Kfz-Verkehr gesperrt.

Gleich zu Beginn der Bauarbeiten werden die Fahrbahnen der Steinstraße und der Rathausstraße im Baubereich abgefräst. Die Gehwege mit Ausnahme des Notgehweges in der Rathausstraße werden im Zuge dieser Arbeiten gesperrt. Der Parkplatz Steinstraße steht bis auf ca. 30 Autoabstellflächen im hinteren Bereich nicht zur Verfügung.

Der Besucherparkplatz des Rathauses kann von der Steinstraße aus nicht angefahren werden. Deshalb wird von der Alten Kölner Straße eine Ersatzzufahrt zum Rathausparkplatz angelegt. Die Autos werden über den Fußgängerbereich am Eingang zum Rathaus-Center und am Platz vor dem Kultur- und Medienzentrum vorbei zum Parkplatz geführt.

Der Durchgangsverkehr wird weiträumig um Pulheim herum über die B 59 und die L 93 umgeleitet. Der Verkehr zum Walzwerk, dem Gartenbaubetrieb Schreier, der Gärtnerei Wooning sowie den jenseits der Bahn gelegenen Wohngebieten wird von der A 57 kommend über Fliesteden und von Bocklemünd kommend über Geyen geführt. Wer in Richtung Walzwerk und die Gebiete „jenseits der Bahn“ unterwegs ist, fährt über die B 59 bis zur Abfahrt Frechen (dort stehen Hinweisschilder) und weiter über die Bonnstraße (L 183), die Frechener Straße und die Von-Frentz-Straße in Geyen und über die Manstedtener Straße und die Geyener Straße zum Walzwerk. Diese Zuwegung nutzen auch die Verkehrsteilnehmer aus Fahrtrichtung Frechen. Von Sinnersdorf kommend, führt der Weg zum Walzwerk und zu den Gebieten jenseits der Bahn über Stommeln, Fliesteden und Manstedten über die Bergheimer Straße.

Von der Einmündung Orrer Straße in die Bonnstraße wird der Verkehr zum Schul- und Sportzentrum durch die Albrecht-Dürer-Straße geleitet (wer im Umfeld des Schul- und des Sportzentrums wohnt und nach Köln oder Frechen fahren möchte, wird im Gegenzug über die Albrecht-Dürer-Straße und weiter über die Orrer Straße auf die Bonnstraße geführt).

Der Weg in die Pulheimer Innenstadt ist in der Umbauphase aus Sinnersdorf ohne Umleitung bis zur Alten Kölner Straße frei. Von Stommeln führt der Weg ins Pulheimer Zentrum über die Venloer Straße bis zum Paul-Decker-Platz. Von dort geht es weiter nach links über die Escher Straße (an der Pfarrkirche vorbei), die Barbarastraße und die Straße Auf dem Driesch (zum Beispiel) zum Kaufland-Kaufhaus.

Aus Richtung Köln kann der Marktplatz wie gewohnt über die Venloer Straße angefahren werden.

Die Steinstraße kann aus Fahrtrichtung Köln bis kurz hinter die ALDI-Filiale befahren werden. Direkt neben der Mauer wird auf der Wiese eine provisorische Zufahrt Richtung Gleise und damit zum Bahnhof - Parkhaus errichtet (in der ersten Woche von Montag, 29. April bis Sonntag, 5. Mai, steht die bestehende Zufahrt über den Parkplatz Steinstraße zur Verfügung).

Das Parkhaus am Bahnhof ist in der Umbauphase geöffnet. Aus Richtung Stommeln und vom Paul-Decker-Platz aus ist das Parkhaus wie gewohnt über die Venloer Straße und die Straße Am Bahnhof erreichbar.
Auf der Rathausstraße werden auf den beiden Bushaltestellen (vor der Eisdiele und vor TEDI) provisorische Stellflächen geschaffen.

Die gesamte Ortslage von Pulheim wird mit einem LKW-Verbot mit Ausnahme für den Lieferverkehr versehen.

Sämtliche Umleitungsstrecken werden ausgeschildert; an den Hinweisschildern werden neben dem Walzwerk auch die Geschäfte Wooning und Schreier aufgeführt.

Öffentlicher Pesonennahverkehr
Die Buslinie 980 wird in der Zeit der Vollsperrung in einen nördlichen und einen südlichen Ast getrennt. Sie wird den Bahnhof von beiden Seiten bedienen. Sie wird auf dem südlichen Ast über die Geyener Straße an den Bahnhof Pulheim geführt. Dabei kann die Haltestelle Am Wiesenhang bedient werden. Für die Rückfahrt über Bergheimer Straße und Sonnenallee wird eine Ersatzhaltestelle in der Sonnenallee für die Haltestelle Am Wiesenhang eingerichtet. Auf der anderen Seite kann die Rathaushaltestelle über einen großen Teil der Bauzeit von keiner Linie bedient werden. Hier kann daher das Parken gestattet werden.
Die Linien 967, 970 und 980 werden über die Barbara- und Escherstraße Richtung Bahnhof Pulheim und zurück geführt. Im Bereich vor der Kirche St. Kosmas und Damian wird eine Ersatzhaltestelle beidseitig eingerichtet.

Die Abfallcontainer werden vom Parkplatz an den Rand der Steinstraße in Höhe der ALDI-Filiale versetzt.

Bürgerinformationsveranstaltung
In der Bürgerinformationsveranstaltung am Dienstag, 2. April, im Dr.-Hans-Köster-Saal – das Protokoll kann hier eingesehen werden - zum Umbau der Rathauskreuzung haben Bürgermeister Frank Keppeler, der technische Beigeordnete Martin Höschen, Tiefbauamtsleiter Olaf Kleine-Erwig und Marco Haß vom Planungsbüro IsaPlan den rund 300 interessierten und betroffenen Bürgerinnen und Bürgern das Projekt noch einmal vorgestellt und erläutert.
In seiner Begrüßung begründete der Bürgermeister die umfangreichen Umbaumaßnahmen: „Die Kreuzung ist aktuell eine Unfallhäufungsstelle. In einem Fünfjahreszeitraum sind hier 73 Unfälle passiert. Zur Erhöhung der Verkehrssicherheit und zur Verbesserung der Leistungsfähigkeit ist der Umbau unbedingt notwendig.“
Der Baustellenbereich befindet sich in der Rathausstraße L183/ K25, auf der Steinstraße L183/ K24 und zwischen dem Rathausgebäude, dem ehemaligen Postgebäude und der Bahnunterführung und der Aldi-Filiale.
Im Rahmen einer ersten Bürgerinformationsveranstaltung Anfang Juni 2018 im Dr.-Hans-Köster-Saal sind die Pläne und der Ablauf der Baumaßnahme der interessierten Öffentlichkeit vom Ingenieurbüro ISA-Plan und von der Stadtverwaltung vorgestellt worden.

Vorbereitende Arbeiten
Mit vorbereitenden Arbeiten für den Umbau ist am Montag, 4. Februar, in der Rathausstraße begonnen worden. Auf dem zwischen dem Rathaus und dem Gehsteig angelegten Grünstreifen haben Mitarbeiter des städtischen Bauhofes und eine Fachfirma Rückschnitt- und Rodungsarbeiten durchgeführt. In der darauffolgenden Woche hat die GVG-Rhein-Erft eine dort liegende Gasleitung verlegt. Gleichzeitig sind auf der südlichen Seite der Steinstraße entlang des Gehweges Versorgungsleitungen untersucht worden. Außerdem werden in der Albrecht-Dürer-Straße die Schwellen abgebaut. Am Samstag, 16. Februar, wurden die Bäume in der Steinstraße (Parkplatzseite), auf dem Parkplatz Steinstraße, in der Jakobstraße und vor der Bahnunterführung gefällt.

Folgende baulichen Änderungen sind geplant
Die aus Richtung Geyen ankommende Zufahrt wird aufgeweitet, so dass eine echte Linksabbiegespur sowie eine neue Rechtsabbiegespur eingerichtet werden können. Hierfür wird die auf der südöstlichen Fahrbahnseite vorhandene Stützwand zwischen Bahnunterführung und Kreuzung Richtung Parkplatz Steinstraße verschoben. Die auf der gegenüberliegenden (nordwestlichen) Seite der K25 neben der Fahrbahn vorhandene Stützwand bleibt unverändert stehen. Die Radfahrer werden in und aus Richtung Geyen nicht mehr im Zweirichtungsverkehr geführt. Für die Radfahrer Richtung Geyen wird von der Rathaus-Kreuzung bis zum Kreisel Sonnenallee ein neuer Radweg gebaut. Dies hat eine bessere Führung der Radfahrer im Bereich der Rathaus-Kreuzung zur Folge. Insbesondere entfällt die Notwendigkeit, für aus Richtung Sinnersdorf kommende Radfahrer zum Geradeausfahren links abzubiegen. In den übrigen Ästen der Rathaus-Kreuzung sind Schutzstreifen vorgesehen.
Im Bereich der Bahnunterführung kommt es immer wieder zu Konflikten zwischen die den Berg hinunterfahrenden Radfahrer und den Fußgängern. Daher wird über die Auflösung des Zweirichtungsradverkehrs hinaus eine Trennung des Rad- und Fußgängerverkehrs eingerichtet. Dafür müssen die bereits bestehenden Wege im Abschnitt von Am Wiesenhang bis zur Steinstraße auf eine Breite von insgesamt fünf Metern verbreitert werden. Alle zuführenden Straßen werden ausgebaut und breiter. Aus allen Fahrtrichtungen werden gesonderte Linksabbiegespuren eingerichtet. Der aus Fahrtrichtung Geyen kommende Rechtsabbiegeverkehr in die Steinstraße wird zukünftig durch eine Ampelanlage geregelt. Die Dreiecksinsel in diesem Bereich bleibt bestehen und wird erweitert. Die Dreiecksinsel auf der gegenüberliegenden Seite entfällt.
Die Verbreiterung der Steinstraße führt dazu, dass in die derzeit vorhandenen Nebenanlagen eingegriffen werden muss. Aus Richtung Geyen müssen die zwischen Bahnunterführung und Steinstraße auf beiden Seiten zwischen Geh- und Radwege und Parkplatz vorhandenen Böschungen in großem Maße durch Stützwände ersetzt und die Böschungen zu Lasten der dahinter liegenden Parkplätze verschoben werden. Hierfür müssen Büsche und Bäume gerodet werden. Das Gleiche gilt für die Weiterführung des Radweges bis zum Kreisel Sonnenallee. Hier muss die zwischen K25/ Geyener Straße und der Straße Am Geyener Berg vorhandene Grünfläche verkleinert werden. Darüber hinaus müssen die entlang der K25 zwischen der Sonnenallee und der Straße Am Bendacker stehenden Bäume gefällt werden.
In der Steinstraße wird vor der zur Kultur- und Medienzentrum führenden Treppe eine Querungshilfe eingerichtet, damit der Parkplatz sicher erreicht werden kann. Eine Ausweisung als Fußgängerüberweg mit Zebrastreifen ist aufgrund der Nähe zur Ampel unzulässig.
Aus Fahrtrichtung Stommeln entfällt der Parkstreifen (vor dem ehemaligen Postgebäude). Die dort stehenden Bäume werden entfernt.
Auf der Rathausstraße aus Fahrtrichtung Sinnersdorf wird der Gehweg näher an das Rathausgebäude verlegt. Die Breite der dort zurzeit vorhandenen Beete wird reduziert. Die Steinstraße wird in Fahrtrichtung Köln verbreitert. Die Breite der vor dem Rathaus vorhandenen Grünfläche wird verringert und zudem der den Parkplatz abtrennende Grünstreifen in Richtung Parkplatz verschoben. Dafür müssen dort fast alle Bäume gefällt werden. Entlang der Steinstraße und auf dem Parkplatz, der ebenfalls umgestaltet wird, sind als Ersatz viele Neupflanzungen vorgesehen.

Kosten
Die Kosten belaufen sich auf 2,6 Millionen Euro. Davon trägt die Stadt rund 1 Millionen Euro (37 Prozent). Hinzu kommen Kosten in Höhe von 500.000 Euro für den Ausbau der Steinstraße (Gesamtanteil Stadt 1,5 Millionen Euro). Die Straßenbauträger Straßen NRW (21,5 Prozent) und der Rhein-Erft-Kreis (41.4 Prozent) sind in erheblichem Maß an der Finanzierung beteiligt.

Kein Kreisverkehr
Der Verkehr im Kreuzungsbereich wird auch zukünftig durch Ampeln geregelt. Es wird kein Kreisverkehr gebaut. Berechnungen von Verkehrsexperten haben deutlich gemacht, dass dies nicht möglich ist.