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Feldhamster
Feldhamster
Frank Rock, MdL, Bürgermeister Frank Keppeler, Ministerin Ursula Heinen-Esser und Landrat Michael Kreuzberg (v.li.) kurz vor der Freilassung der Hamster.
Gemeinsam mit der Ministerin für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes NRW, Ursula Heinen-Esser, mit Landrat Michael Kreuzberg, mit dem Präsidenten des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW, Dr. Thomas Delschen, und Bernhard Conzen, Präsident des Rheinischen Landwirtschaftsverbandes hat Bürgermeister Frank Keppeler auf einem Feld des Landwirtes Cornel Becker acht Feldhamster aus einer Aufzuchtstation in die Freiheit entlassen. Diese erstmalige Auswilderung von Aufzuchttieren hat im Rahmen des Artenschutzprogramms „Feldhamster NRW“ in der Nähe von Geyen kürzlich stattgefunden.
Feldhamster zählen zu den am stärksten bedrohten Säugetierarten in Deutschland. Die Stadt Pulheim gehört zu den letzten drei Gebieten in NRW, in denen die kleinen Nager vorkommen. Das soll vor allen Dingen daran liegen, dass viele Pulheimer Ackerflächen über herausragende Bodenqualitäten verfügen, die diese Tiere lieben und bevorzugen.
Bereits im vergangenen Jahr hatten der Umweltausschuss (5. Dezember 2018) und der Planungsausschuss (12. Dezember 2018) der Stadt Pulheim jeweils einstimmig beschlossen, dass das Konzept des Landes NRW für mögliche Stützungsansiedlungen des Feldhamsters unterstützt wird. Die Ausweisung der konkreten Ansiedlungsgebiete ist in Absprache mit der Stadt erfolgt. Dabei wurden städtebaulichen Belange einbezogen.
Anders als bei vielen anderen Arten bedarf es beim Feldhamsterschutz keiner Naturschutzgebiete. Sie bevorzugen landwirtschaftlich genutzte Flächen. Landwirtschaftliche Nutzung und Feldhamsterschutz werden hier miteinander verzahnt.
Bürgermeister Frank Keppeler bedankte sich bei den drei Landwirten Cornel Becker aus Geyen, Reinhard Schmitz aus Sinthern, der bereits vor einigen Tagen Hamster auf seiner Fläche begrüßen konnte, und Hans-Leo Fetten (Ortsvorsitzender der Bauernschaft Geyen – Manstedten – Sinthern), der die Feldhamsteraktion ebenfalls unterstützt, für ihre Bereitschaft zur Mitarbeit: „Ohne die Mithilfe der ortsansässigen Landwirte hätte das Projekt in dieser Form nicht durchgeführt werden können. Ich hoffe, dass die Auswilderungs- und Stützungsaktion für uns und die Feldhamster zu einem Erfolg wird.“
Die Stützungsansiedlung wird vom LANUV (Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz), der biologischen Station Bonn und der Unteren Naturschutzbehörde des Rhein-Erft-Kreises durchgeführt und betreut.
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