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Barrierefreie Dusche
Barrierefreie Dusche
IG BAU warnt vor Mangel an Seniorenwohnungen
Rhein-Erft-Kreis: Generation
Ü65 wächst bis 2035 um 31 Prozent
Immer mehr Senioren – aber auch genug altersgerechter Wohnraum? Im Rhein-Erft-Kreis
könnte die Zahl der Menschen, die älter als 65 sind, bis zum Jahr 2035 auf 130.000
anwachsen – das sind 31 Prozent mehr als noch im Jahr 2017. Ihr Anteil an der
Bevölkerung läge dann bei 28 Prozent (2017: 21 Prozent). Darauf hat die IG Bauen-Agrar-
Umwelt (IG BAU) hingewiesen. Die Gewerkschaft beruft sich hierbei auf eine Demografie-
Prognose des CIMA Instituts für Regionalwirtschaft – und fordert mehr Anstrengungen bei
der Schaffung seniorengerechter Wohnungen: „Lift statt Treppe, breitere Türen für Rollator
und Rollstuhl, barrierefreie Duschen – nur ein kleiner Teil der Wohnungen im Kreis ist für
die rasant wachsende Generation Ü65 geeignet. Das muss sich ändern“, sagt Mehmet
Perisan.
Der Bezirksvorsitzende der IG BAU Köln-Bonn spricht von einer „demografischen
Notwendigkeit“. Es müssten nicht nur zusätzliche Seniorenwohnungen neu gebaut werden.
Auch bei der altersgerechten Sanierung bestehender Wohnungen sei der Nachholbedarf
groß. „Wenn die Rentner-Generation nicht stärker berücksichtigt wird, droht vielerorts schon
in einigen Jahren eine graue Wohnungsnot“, betont Perisan. Dieses Problem werde bereits
jetzt durch die Corona-Pandemie verschärft, weil gerade ältere Menschen einen Großteil
des Tages zuhause verbringen müssten.
Die staatliche Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) biete mit ihrem Programm
„Altersgerecht Umbauen“ zwar Zuschüsse und Kredite. Das Fördervolumen von
150 Millionen Euro in diesem Jahr reiche aber nicht aus, kritisiert die IG BAU. Der Bund
müsse die Förderung mindestens verdoppeln, um das Senioren-Wohnen voranzubringen.
Danach sieht es derzeit allerdings nicht aus: Laut Haushaltsplan stehen für die
altersgerechten Sanierung im nächsten Jahr nur noch 130 Millionen Euro zur Verfügung.
www.igbau.de
Presse-Information
IG Bauen-Agrar-Umwelt
Bezirksverband Köln-Bonn
Seite 2/2
Am Ende stehe die Lebensqualität Tausender Menschen im Rhein-Erft-Kreis auf dem Spiel.
„Es kann nicht sein, dass ein Rentner nur deshalb ins teure Pflegeheim muss, weil eine
ambulante Betreuung an der seniorengerechten Ausstattung der eigenen Wohnung
scheitert“, macht Perisan deutlich.
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